Die Kulturlandschaft Deilbachtal in Essen-Kupferdreh ist ein hochkarätiges Ensemble an Ort und Stelle erhaltener Boden- und Geschichtsdenkmäler. Natur- und Kulturgeschichte verbindend repräsentiert sie im Ruhrgebiet in seltener Geschlossenheit die gewerbliche Vorgeschichte zur "großen Industrie". Die Kulturlandschaft Deilbachtal kann als vor- und protoindustrielles Komplement zum Weltkulturerbe Zeche Zollverein XII verstanden werden.
Die besonderen naturräumlichen Ressourcen ließen im Deilbachtal bereits im 16. Jahrhundert eine gewerbliche Wirtschaftsform entstehen. Ausstreichende Flöze in den Hanglagen ermöglichten früh den Abbau von Steinkohle. Erze, Sandsteine und Schiefertone waren die Grundstoffe für weitere Gewerbezweige. Ausgedehnte Wälder lieferten das Holz zur Herstellung von Holzkohle, die zur Metallschmelze und -bearbeitung benötigt wurde. Das Wasser des Deilbaches diente dem Antrieb von Hämmern und Mühlen.
Die Kernobjekte der Kulturlandschaft Deilbachtal – der erstmals im 13. Jahrhundert erwähnte Deilmannsche Bauernhof mit der Deiler Mühle und dem Deilbachhammer, der um 1550 gegründete Kupferhammer, Reste einer Ringofenziegelei, die Huntebrücke der 1830/31 gebauten Prinz-Wilhelm-Eisenbahn, verschiedene Objekte des Steinkohlenbergbaus und ein geologischer Aufschluss mit Pflanzenabdrücken aus der Karbonzeit – sind über einen Wanderweg erschlossen.
Deilbachtal, Kupferhammer,
Nierenhofener Straße
10 A,
45257 Essen
Deilbachtal, Kupferhammer, Nierenhofener Straße 10 A, 45257 Essen VRR-Linie 155, (H) Kupferdreh-Bahnhof; Bahnverbindung ab Hbf Essen S 9 in Richtung Wuppertal, (H) Kupferdreh-Bahnhof, von dort VRR-Linie 171 Richtung Velbert, (H) Möllneyer Ufer, von dort ca. 8 Min. Fußweg VRR-Linie 155 bis (H) Kupferdreh-Bahnhof
Infotelefon.: 0201 88 45 200
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