Geologischer Wanderweg

In einem besonders reizvollen Talabschnitt der Ruhr am Nordufer des Baldeneysees lieg der „Geologische Wanderweg Baldeneysee“. Er ist rund 10 km lang und führt vorbei an Felswänden und ehemaligen Steinbrüchen. Die Sand-, Silt- und Tonsteine mit ihren Kohleflözen stammen aus der Karbonzeit (lat. carbo = Kohle) und wurden vor rund 300 Millionen Jahren abgelagert. Spektakuläre Faltenstrukturen, Risse, Brüche und Überschiebungen im Gestein zeugen von enormen Kräften im Innern der Erde.

Die Wanderung beginnt an der Geologischen Wand Kampmannbrücke mit ihrem für das gesamte Ruhrkarbon typischen Ablagerungswechsel von Ton- zu Sandsteinfolgen und Flözen mit Wurzelböden. An der Felswand auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Carl-Funcke ist die Sutan-Überschiebung aufgeschlossen. Sie ist eine fast 100 km lange, von Essen-Werden bis nach Oelde/Westf. reichende Störung, entstanden durch ältere Gesteine, die mehr als sechshundert Meter über jüngere Ablagerungen geschoben wurden. Es folgen die Sandsteinpakete des Steinbruchs unterhalb der „Korte Klippe“ und das geologische Profil „Im Löwental“. Der Wanderweg endet an den ehemaligen Steinbrüchen des Pastoratsberges in Essen-Werden, die einen eindrucksvollen Einblick in die Faltenstrukturen des Karbons ermöglichen. Einige Stationen sind mit Erläuterungstafeln versehen.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehsmitteln Kampmannbrücke:

Vom Hbf Essen mit Buslinie 165 bis (H) Kampmannbrücke

Steinbruch ehemaliges Zechengelände Carl Funcke:

Vom Hbf Essen mit Buslinie 165 bis (H) Lanfermann Fähre

Im Löwental:

Vom Hbf Essen mit den Buslinien 149, 169, 179 bis (H) Löwental, oder S-Bahn, Richtung Düsseldorf bis Bahnhof

Werden Pastoratsberg:

Vom Hbf Essen mit den Buslinien 149, 169 bis (H) Abtei Werden

Information und Prospekt:

Telefon 0201 88 45 200
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Anfahrt

  • Kampmannbrücke, Essen-Heisingen, Fotografie: J. Nober/Ruhrlandmuseum
  • Sutan-Überschiebung, Fotografie: J. Nober/Ruhrlandmuseum
  • Geologisches Profil im Löwental, Fotografie: J. Nober/Ruhrlandmuseum
  • Pastoratsberg, Fotografie: J. Nober/Ruhrlandmuseum