Die fotografische Sammlung versteht sich als Bildgedächtnis des Ruhrgebiets. Sie existiert seit 1988, wird seitdem in Ausstellungen präsentiert und ständig erweitert. Mittlerweile ist sie das größte und bedeutendste Archiv historischer und zeitgenössischer Fotografien der Region, ihrer Landschaften und Städte, der Menschen, der Arbeit und der Freizeit, des Alltags und der Feste. Zu den Beständen mit etwa 2,5 Millionen Negativen und einigen Zehntausend Abzügen und Dias zählen umfangreiche Fotografen-Nachlässe wie die von Ruth Hallensleben, Willy van Heekern, Josef Stoffels, Anton Tripp, Marga Kingler oder Peter Kleu. Vertreten sind wichtige Bildjournalisten und Berufsfotografen von Ludwig Windstosser und Albert Renger-Patzsch bis hin zu Bernd und Hilla Becher, Timm Rautert, Michael Wolf, Brigitte Kraemer, Manfred Vollmer oder Joachim Schumacher. Der in den Fotografien dokumentierte Zeitraum reicht vom Beginn der Fotografie im 19. Jahrhundert bis heute, mit Schwerpunkten in den fünfziger bis siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Sammlung steht allen Interessenten offen, sie wird von Wissenschaftlern ebenso genutzt wie von den Medien, von anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen und von Bürgerinnen und Bürgern, die sich über bestimmte Aspekte der Geschichte und Gegenwart der Region informieren möchten.
Seit 2009 sind wesentliche Bestände des Fotoarchivs im Internet einsehbar. In einer Bilddatenbank (www.fotoarchiv-ruhrmuseum.de) können Interessierte selbstständig recherchieren, sich Bildmaterial anzeigen lassen und Bestellungen aufgeben. Der Benutzer hat die einmalige Gelegenheit, Fotos in ihrem Entstehungszusammenhang zu betrachten und Motivvarianten zu vergleichen, denn die Bilddatenbank bietet ihm eine Einsicht in komplette Filmstreifen, die als Kontaktbögen ins Netz gestellt sind.
Dieses Angebot im Internet wird ständig erweitert. Bislang sind mehr als 4.000 Glasnegative und knapp 40.000 Kontaktbögen in die Datenbank eingebunden - das entspricht einer geschätzten Zahl von ca. 730.000 Einzelbildern der verschiedenen Formate.

Unsere Diashow bietet Ihnen eine Auswahl aus den 1.400 Fotografien der CD "Ruhrgebietsbilder", die Sie im Buchhandel erwerben können [ISBN 10 3-89861-420-4].
Die Realisierung des Bilddatenbank-Projekts und der Foto-CD war nur möglich mit der Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die die Entstehung der Bilddatenbank über vier Jahre lang gefördert hat.

Das Fotoarchiv kooperiert mit verschiedenen anderen Bildarchiven der Region - wie dem von Emschergenossenschaft und Lippeverband, der Stadtwerke Essen und mit dem Pixelprojekt Ruhrgebiet.

  • Kruppsche Photographische Anstalt: Ansicht der Stadt Essen vom Steeler Berg aus, 1863
  • Bochum, Zeche Bruchstraße, Juni 1957, Fotografie: Ruth Hallensleben
  • Schweisserin in der Maschinenfabrik Meer, Februar 1941, Fotografie: Ruth Hallensleben
  • Essen, Baden und Freizeit an der Ruhr, Ende der 1950er Jahre, Fotografie: Willy van Heekern
  • Gelsenkirchen, Protest gegen Zechenstilllegung, 19.2.1966, Fotografie: Anton Tripp
  • Ruhrgas AG Essen, Fotografie: Timm Rautert
  • Wohnsiedlung bei Duisburg-Homberg, aus der Serie Keine Nacht, Nirgends, 1997, Fotografie: Ralf Kreuels
  • Essen Lichtburg: Louis Armstrong und Velma Middleton in der Essener Lichtburg, September 1952, Fotografie: Otto Häublein