Ruhr Museum

Ausstellung im Kutschenhaus

"Die Kulturlandschaft Deilbachtal"

Das Deilbachtal umfasst ein Ensemble historisch-geologischer Denk­mäler, die an Ort und Stelle erhalten sind und sich in ihrer originalen Konstellation befinden. Damit besteht dieses Ensemble nicht aus einer losen Ansammlung denkmalgeschützter Objekte, sondern ist als Land­schaftsraum zu verstehen, in dem Natur- und Kulturgeschichte in ihrer Wechselwirkung zu erfahren sind.

Diesem Charakter wird die neue Ausstellung des Ruhr Museums ge­recht. Sie zeigt auf der einen Seite die natürlichen Bedingungen und Voraussetzungen des Deilbachtals. Zunächst der Deilbach, der die Böden für die Landwirtschaft bewässerte und dessen Wasserkraft den Antrieb von Mühle und Hammer ermöglichte. Die ausgedehnten Wälder, die das Holz für die Holzkohle lieferten, mit deren Hilfe die Metallverarbeitung begann, und die im Deilbachtal bis an die Erdoberfläche drängende Steinkohle, die später die Holzkohle ablöste. Die im Deilbachtal vor­handenen Erze, die überhaupt die Voraussetzungen für die Metallver­arbeitung boten und die Sand- und Tonsteine, die als Natur- und Ziegel­steine die Baustoffe der Industrialisierung darstellten.

Auf der anderen Seite zeigt die Ausstellung die wichtigen historischen Ensembles und Denkmäler des Deilbachtals, den Kupfer- und Eisen­hammer, den Deilmannschen Bauernhof und die Deiler Mühle, die Deilbacher Eisenbahn und die Hundebrücke, die Zeche Viktoria, die Ringofenziegelei und das Kupferdreher Kraftwerk.

Präsentiert werden originale Objekte, Modelle, Fotos, vor allem auch histo­rische Pläne, Grundrisse und Urkunden aus dem Museum sowie von zahlreichen Leihgebern.

Dabei folgt die Ausstellung keiner thematischen oder chronologischen Gliederung, sondern dem Rundwanderweg, der das Deilbachtal hier vom Kupferhammer aus erschließt und zu dem zeit­gleich und ergänzend zur Ausstellung ein Wanderführer durch die Kulturlandschaft Deilbachtal im Klartext-Verlag erschienen ist. 


Anfahrt und Lageplan

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