Ruhr Museum

Anfänge

Natürliche Grenzen der Wirtschaft und deren Einengung durch traditionelle Strukturen kennzeichneten die agrarisch geprägte Gesellschaft im Ruhrgebiet am Vorabend der Industrialisierung.

Es war der preußische Staat, der aus wirtschaftlichem Interesse mit Reformen wie der Bauernbefreiung, der Gewerbefreiheit und den Bergbauordnungen die gesetzlichen Voraussetzungen für die Industrialisierung schuf. Hinzu kamen Erleichterungen des Handels durch die Aufhebung von Zollschranken. Der Bau von Straßen und die Schiffbarmachung der Ruhr waren erste Maßnahmen zur Entwicklung einer industriellen Infrastruktur.

Pioniere wie Franz Dinnendahl und Franz Haniel, Heinrich Arnold Huyssen und Mathias Stinnes, Friedrich Krupp und Friedrich Harkort brachten den Industrialisierungsprozess in Gang. Sie kurbelten den Bergbau an der Ruhr an, verschifften die Kohle an den Rhein und gründeten auf der Basis der heimischen Rohstoffe, vor allem des Raseneisenerzes, die ersten Eisenhütten und Stahlfabriken.