Ruhr Museum

Durchbrüche

Am Beginn dieser Phase steht ein Ereignis, ohne das die rasante Entwicklung der Ruhrgebietsindustrie nicht möglich gewesen wäre: die Durchteufung der Mergeldecke, jener stark wasserführenden Schicht über den Kohleflözen nördlich der Ruhr, durch den Einsatz der Dampfmaschine.

Mit der am Hellweg geförderten Fettkohle konnte nun die Verhüttung von Eisenerzen mit Koks erfolgen. Die Montanverbindung von Kohleförderung und Eisen- und Stahlerzeugung war geschaffen. In der Folge entwickelten sich die Unternehmen zu Mischbetrieben, die durch die enge Verbindung des Bergbaus mit der Eisen- und Stahlindustrie ihren Bedarf gegenseitig steigerten. Entscheidend war eine Reihe technischer Erfindungen und der Bau der Eisenbahn.

Die regionalen Erzvorkommen waren bald erschöpft, schon in den 1860er Jahren begann der Import von Erzen. Die nun als Aktiengesellschaften organisierten Betriebe präsentierten dem Weltmarkt auf Industrieausstellungen ihre Produkte. Das Ruhrgebiet trat schon früh global in Erscheinung.