Ruhr Museum

Prolog

Die geologischen Voraussetzungen der Industrialisierung liegen über 300 Millionen Jahre zurück in der Karbonzeit, als das spätere Ruhrgebiet noch am Äquator lag. In den sumpfigen Niederungen einer ausgedehnten Küstenlandschaft entstanden aus der unter Luftabschluss und Druck gepressten Vegetation Kohleschichten, so genannte "Flöze". Unterbrochen werden sie von "Bergen", Schichten aus Sand-, Silt- und Tonsteinen.

In keinem Steinkohlerevier sind die geologischen Voraussetzungen für den Abbau so kompliziert wie hier. Die Kohle führenden Schichten sind in Falten zerlegt und übereinander geschoben. Im Süden des Ruhrgebiets erreichen sie die Erdoberfläche, aber nach Norden hin, im Gebiet von Emscher und Lippe, werden sie von Sand- und Lössschichten sowie Meeresablagerungen - der so genannten Mergeldecke - mit einer Mächtigkeit von bis zu 500 Metern überlagert.

Entstehung, Qualität und Lagerung der Kohle waren Millionen Jahre später entscheidend für die industrielle Entwicklung des Ruhrgebiets.