Ruhr Museum

Strukturwandel

Die Kohlekrise der späten 1950er Jahre traf das Ruhrgebiet unvorbereitet im Wirtschaftswunder. Es folgte ein fünfzig Jahre langer Strukturwandel, der bis heute anhält. Er war geprägt von einem massiven Zechensterben, ab den 1970er Jahren von der Schließung von Stahlfabriken und Hochöfen und schließlich auch von Firmen der Nachfolgeindustrien.

Begleitet wurde er von Protesten, Rettungsversuchen und Strukturprogrammen, sozialen Verwerfungen und Milieuveränderungen. Das Ergebnis ist ein immer noch existierender Rest-Bergbau in großer Tiefe nördlich der Lippe, eine stark rationalisierte, hoch produktive Stahlindustrie und eine moderne Produktions- und Dienstleistungswirtschaft. Diese ist besonders erfolgreich dort, wo ihre Wurzeln im Industriezeitalter liegen, in der Energie- und Bauindustrie, im Transport und in der Logistik.

Entstanden ist aber auch eine beeindruckende Bildungs-, Freizeit- und Kulturlandschaft mit einem hohen Naturanteil in der ehemaligen Industrielandschaft.