Ruhr Museum

Archäologie

Die archäologische Sammlung, deren Grundstock auf den 1880 gegründeten Historischen Verein von Stadt und Stift Essen zurückgeht, umfasst über 50.000 Objekte aus unterschiedlichen Zeiten, Kulturen und Materialien. Den größten Zuwachs erhielt die Sammlung durch Dr. Ernst Kahrs, dem Direktor des Ruhrlandmuseums zwischen 1910 und 1948. Ihm gelang es durch umfangreiche Grabungen in Nordrhein-Westfalen und diversen Ankäufen, unter anderem vom Archäologen Robert Forrer, den prähistorischen Schwerpunkt der Sammlung um Objekte aus Nord- und Mitteleuropa sowie Ägypten zu erweitern. Hervorzuheben sind die hervorragend erhaltenen Funde aus organischen Materialien aus den jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Pfahlbausiedlungen des europäischen Alpenvorlandes.

Die nachfolgenden Ankaufstätigkeiten, vor allem nach dem 2. Weltkrieg, konzentrierten sich vorwiegend auf Objekte aus den sogenannten Hochkulturen Griechenland, Italien, Iran, Irak, Syrien und Ägypten. Durch diese Erwerbungen entstanden großartige Sammlungen antiker griechischer und römischer Gefäße und Gläser sowie von Luristan-Bronzen aus dem Iran.

Die Essener Stadtarchäologie, deren Ausgrabungsfunde von der Altsteinzeit bis in die frühe Neuzeit und neuerdings auch in die Industriegeschichte reichen, erweitert und bereichert ständig die lokalen und regionalen archäologischen Bestände des Ruhr Museums.