Ruhr Museum

Der geteilte Himmel. Reformation und religiöse Vielfalt an Rhein und Ruhr

3. April bis 31. Oktober 2017

Christlich, jüdisch, muslimisch und orthodox: Die Sonderausstellung nimmt das Reformationsjubiläum zum Anlass, um mit bedeutenden kulturhistorischen Exponaten das Verhältnis und das Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen und Konfessionen an Rhein und Ruhr zu präsentieren. Gezeigt wird die Religionsgeschichte Nordrhein-Westfalens seit der Reformation. Über Jahrhunderte existierten hier christliche Konfessionen nebeneinander. Verschiebungen in den konfessionellen Verhältnissen ergaben sich vor allem im 19. und 20. Jahrhundert durch die Migrationsbewegungen während der Zeit der Industrialisierung und nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie alle brachten auch ihre religiösen Bräuche mit ins Ruhrgebiet. So teilen sich heute die Fördertürme und Schornsteine den Himmel mit Kirchentürmen, Synagogen, Moscheen und anderen religiösen Stätten.

Die Ausstellung ist Teil des gleichnamigen Projekts des Ruhr Museums mit dem Essener Forum Kreuzeskirche und dem Martin Luther Forum Ruhr in Gladbeck, die ein ganzjähriges Programm zum Reformationsjubiläum erarbeitet haben. Es wird großzügig gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog im Essener Klartext Verlag zum Preis von 24,95 Euro. Das Begleitprogramm des Ruhr Museums umfasst museumspädagogische Veranstaltungen, eine wissenschaftliche Vortragsreihe, Exkursionen zu ausgewählten Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempeln im Ruhrgebiet und zur Zisterzienser-Ausstellung nach Bonn sowie eine Reise zu den Stätten der Reformation und den Reformationsausstellungen in Sachsen, Thüringen und Berlin.

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