Ruhr Museum

Das Grosse Spiel

12. Februar bis 13. Juni 2010

Die spektakulären Ausgrabungen der Nofretete und des Pergamonaltars sowie die leidenschaftlich geführten Diskussionen über deren Rückgabeforderungen verlangen nach einer Erklärung über die Hintergründe ihrer Entdeckung und ihren rechtlichen Grundlagen. Erstmals wird in der mit internationalen Kooperationspartnern erarbeiteten Ausstellung "Das Große Spiel - Archäologie und Politik" der Frage nachgegangen, was Personen wie Sven Hedin, Lawrence von Arabien, Gertrude Bell, den Priester Alois Musik oder den Essener Carl Humann dazu bewogen hat, sich den strapaziösen, zum Teil lebensbedrohlichen Expeditionen auszusetzen, um antike Kulturen zu erforschen und deren Schätze auszugraben.

Der Begriff "The Great Game/Das Große Spiel" steht für den Wettkampf, das politische Schachspiel der Deutschen, Franzosen, Engländer, Italiener und Russen um die besten, prestigeträchtigsten Ausgrabungsplätze. Der Blick richtet sich dabei auf diejenigen Gebiete, die zur Zeit des Kolonialismus im Hauptinteresse der europäischen Großmächte standen: Nordafrika, Naher Osten und Zentralasien.

Über 60 international bekannte Museen, Institutionen und Privatbesitzer haben ihre hochkarätigen und zum Teil noch nie gezeigten Kunstwerke zugesagt wie zum Beispiel der Louvre, La Bibliothèque nationale de France, das British Museum, die British Library, die Österreichische Nationalbibliothek und das Pergamonmuseum.