Ruhr Museum

Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebiets-Landschschaften

Sonderausstellung ab Oktober 2018

Albert Renger-Patzsch gehört mit August Sander oder Heinrich Zille zu den bedeutendsten Dokumentarfotografen der Weimarer Republik. Er kam 1929 nach Essen, wohnte in der Künstlersiedlung Margarethenhöhe und hatte sein Atelier im Museum Folkwang. Seine Ruhrgebietsfotografien entstanden in den Jahren zwischen 1927 und 1935 und waren stilbildend für die Fotografie im Ruhrgebiet im Speziellen und die Industriefotografie im Allgemeinen. Seine menschenleeren Bilder zeigen jenes widersprüchliche Nebeneinander von Industrieanlagen, Wohnbebauung und Landwirtschaft für die später der Begriff 'Zwischenstadt' gefunden wurde.

Die Ruhrgebietsfotografien von Renger-Patzsch befinden sich im Albert Renger-Patzsch Archiv der Stiftung Ann und Jürgen Wilde in der Pinakothek der Moderne in München und wurden dort 2017 unter dem Titel „Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften“ erstmals umfassend in einer Ausstellung gezeigt. Das Ruhr Museum übernimmt die Münchener Ausstellung und ergänzt sie um eine Reihe von Bildserien, die Albert Renger-Patzsch bis in die 1950er Jahre im Ruhrgebiet aufgenommen hat, darunter Fotografien der Villa Hügel, der Margarethenhöhe, des Museum Folkwang oder der Zeche Zollverein. Sie sind größtenteils noch nie in einer Ausstellung gezeigt worden.